2003 gründete der Schlagzeuger und Produzent Kersten Ginsberg die Musik-Agentur ‘Konzertbüro Ginsberg’, um Künstlern und Veranstaltern eine effektive und transparente Organisation auch jenseits der allein gewinnmaximierten Strukturen zu ermöglichen. Die Realisation anspruchsvoller Konzerte und Tourneen stand von Anfang an im Vordergrund. Schnell erarbeitete sich KBG einen guten Ruf in der internationalen Szene. Ausgelöst durch die sog. Finanzkrise wurde der Aktionsradius verkleinert, die Agentur wird nur im Bedarfsfall aktiv.
Referenz (*teilweise in Kooperation mit anderen Agenturen):
Sally Nyolo
Rokia Traoré’
Salif Keita*
Mory Kanté
Bassekou Kouyate
Dobet Gnahoré
Nojazz
Hakim
Khaled*
Souad Massi*
Stimmhorn
Vinico Capossela
Vinicius Cantuaria
Polvorosa
Darko Rundek
Martin Dean
Mariana Baraj
Ricardo Lemvo
Boris Kovac
Antibalas Afrobeat Orchester
Degenerate Art Ensemble
Sofern diese Künstler mittlerweile nicht von anderen Agenturen vertreten werden, sind sie auf Anfrage buchbar.
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Über Kersten Ginsberg:
Elektrisierende Beatpatterns der CAN- und Kraftwerk-Tradition sind Kersten Ginsbergs Spezialität – ein zwei Meter Mann, der aufgeheitert grinst, wenn er das Publikum mit rhythmischen Schlägen auf einen Stahlträger in Ekstase schaukelt, während eine auf die Raumresonanz gestimmte Kick durch die Architektur groovt.
Mit den „Drums of Chaos“ (Liebezeit, Tsangaris, Linke u.a.) ist er in den Achtzigern durch die Kölner Schule gegangen, und hat mit Liebezeit und Frank Köllges (r.i.p. 2012) ums Leben getrommelt, gewaschen mit allen Wassern musikalischer Grenzüberschreitung. In den Neunzigern tauchte er bei anarchischen Schlagzeughappenings mit zunehmend clubbigeren Beats in der Berliner Musikszene auf. Ein drummender Terrorist, den der ausgebildete Regisseur in Leos Carrax Spielfilm „Pola X“ an der Seite von Catherine Deneuve und Guillaume Depardieu auch tatsächlich spielte.
Als Motor, Takt- und Ideengeber machte Ginsberg mit seinen Schlagmaterialien über die Jahre Station bei Adam Noidelt Intermission, bei den Major-Punks „Bad Little Dynamos“, beim Berliner Extremrapper „Splatterdandy“, bei den Amadeus-Gewinnern “Naked Lunch”, dem Crooner Martin Dean, bei Polvorosa und Dr. Bajan ebenso wie bei Fausts Jochen Irmler, Neubautens Alexander Hacke oder dem ehrwürdigen Klangbastler Bob Rutman.
Eine Dosis Klangterror und die doppelte Dosis Groove – Ginsbergs markantes Spiel, sein Gespür für rockende neue Klänge, die er teils selbst gebautem Schlagwerk entlockt, waren in der Kölner Philharmonie ebenso zu hören wie auf Jazzfest Moers, dem Kontraste Festival in Krems, dem Klangbad Festival, bei der WDR-Rocknacht ebenso wie auf den Dancefloors von Club-Locations in ganz Europa. Mit ihm produzierte Singles rotierten kräftig im Radio.
Aktuell widmet er sich neben dem Studium der Kulturwissenschaften mehreren Projekten als Trommler und Produzent.
Text: Tim Nowaki
Pressestimmen und andere Kommentare:
“Drummer Kersten Ginsberg hat die „deutsche Schule“ à la Can/Neubauten mit internationalen Einflüssen aus vielerlei Ecken – Weltmusik, Hiphop, Punk – zu einer hochmodernen, sehr flexiblen und dabei immer tight groovenden eigenen Signatur verbunden. Auf der Bühne ist er ein Ausbund an Präzision und Lebendigkeit.”
Heinz Böhler, Nürtinger Zeitung
“Der Künstler Kersten Ginsberg liess es sich nicht nehmen auf den wohl ungewöhnlichsten Trommeln der Welt zu spielen. Das metallische Rohskelett einer fast drei Meter hohen Kain und Abel Skulptur diente dem Könner dazu, dem staunenden Publikum eine neue Tonvielfalt und kreatives Drumming zu zeigen. Ein unglaubliches Erlebnis für die Anwesenden bei einer Münchner Kunstvernissage. Drumsticks zauberten magische Klänge auf eine mythische biblische Figur. Das hatte München noch nicht erlebt.”
Herbert Hauke, Rockmuseum Munich
“Der deutsche Schlagzeuger Kersten Ginsberg wiederum ist die Beat gewordene Grenzüberschreitung und steht in der Tradition von Bands wie „Can“ und „Einstürzende Neubauten“, für die Musik eine genrefreie Schnittstelle darstellt. Entsprechend komplex und offen ist denn auch sein Spiel.” Harald Ruppert, Südkurier
“Your execution in rhythms and musicality are the new shapes of percussion for the future.”
Len Curiel (Monks)
